Backups im Terminal mit tar – packen, entpacken, anschauen
tar ist das Standardwerkzeug, um Ordner in eine einzige (komprimierte) Datei zu packen – ideal für schnelle Backups vor einem Deploy. Ich zeige dir die vier Aufrufe, die du wirklich brauchst, und wie du die kryptischen Flags endlich behältst.
Bevor ich auf einem Server etwas Riskantes mache, ziehe ich schnell ein Backup des betroffenen Ordners. Das Werkzeug dafür ist tar – es packt einen ganzen Verzeichnisbaum in eine Datei, auf Wunsch gleich komprimiert.
Packen (erstellen)
tar -czf backup.tar.gz ordner/Die Flags merkst du dir als Wort: create, gzip, file.
c– neues Archiv erstellenz– mit gzip komprimieren (.tar.gz)f– der nächste Wert ist der Dateiname
Reinschauen, ohne zu entpacken
Vor dem Entpacken immer prüfen, was drin ist (und ob die Pfade passen):
tar -tzf backup.tar.gzt steht für list (Inhalt anzeigen). So vermeidest du die böse Überraschung, dass ein Archiv seine Dateien ins aktuelle Verzeichnis kippt.
Entpacken
tar -xzf backup.tar.gzx = extrahieren. Willst du woandershin entpacken, gib das Ziel an:
tar -xzf backup.tar.gz -C /pfad/zum/zielMit Zeitstempel im Namen
Für echte Backups gehört das Datum in den Dateinamen – so überschreibst du nichts:
tar -czf "backup-$(date +%Y%m%d-%H%M).tar.gz" ordner/
# → backup-20260721-1415.tar.gzEin paar Dinge ausschließen
tar -czf backup.tar.gz ordner/ --exclude='*.log' --exclude='node_modules'Mehr brauchst du im Alltag selten: create zum Packen, t zum Reinschauen, x zum Entpacken – jeweils mit zf. Damit ist ein Backup vor dem Deploy eine Sache von Sekunden.
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Quellen
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