Enum-Klassen in Kotlin – mit Eigenschaften und Methoden
Enums sind mehr als eine Liste von Konstanten. In Kotlin bekommt jeder Wert eigene Eigenschaften und Methoden – perfekt für Zustände, Kategorien oder Konfiguration.
Statt einen Status als lose String-Konstanten („offen", „bezahlt") herumzureichen, gibst du ihm mit einer enum class einen festen, typsicheren Satz an Werten. In Kotlin darf jeder Enum-Wert zusätzlich eigene Daten tragen.
Enum mit Eigenschaften
enum class Status(val label: String, val farbe: Long) {
OFFEN("Offen", 0xFFB54A),
BEZAHLT("Bezahlt", 0x20E0A0),
STORNIERT("Storniert", 0xE0554A);
val istAbgeschlossen: Boolean
get() = this == BEZAHLT || this == STORNIERT
}Jetzt liest sich der Code sprechend – und die IDE schlägt dir alle Werte vor:
val s = Status.BEZAHLT
println(s.label) // "Bezahlt"
println(s.istAbgeschlossen) // trueErschöpfendes when – ohne else
Der große Gewinn: In einem when über ein Enum erkennt der Compiler, ob du alle Fälle abgedeckt hast. Vergisst du später einen neu hinzugefügten Wert, meckert der Compiler – ein ganzer Bug bleibt so gar nicht erst liegen:
fun hinweis(status: Status): String = when (status) {
Status.OFFEN -> "Bitte begleichen"
Status.BEZAHLT -> "Danke!"
Status.STORNIERT -> "Vorgang beendet"
} // kein else nötig – alle Fälle abgedecktPraktisch sind außerdem Status.entries (alle Werte, seit Kotlin 1.9) und Status.valueOf("BEZAHLT") zum Einlesen. Brauchst du pro Fall auch noch unterschiedliche Daten mit variabler Struktur, ist eine sealed interface das nächste Werkzeug – aber für feste Auswahllisten ist ein Enum genau richtig.
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Quellen
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