Code, den du sofort einsetzen kannst
Praktische Code-Snippets aus meiner täglichen Arbeit — kopieren, verstehen, einsetzen.
„Address already in use" – herausfinden, wer den Port belegt
Der Entwicklungsserver startet nicht, weil Port 8000 angeblich schon benutzt wird – meistens von einem eigenen Prozess von vorhin. Mit ss oder lsof findest du ihn in Sekunden, statt das Terminal neu zu starten.
getopts – Skript-Parameter, die sich wie richtige Befehle anfühlen
$1, $2, $3 funktioniert genau so lange, bis man einen Parameter weglassen will. Mit getopts bekommt dein Skript benannte Optionen, eine Hilfe und eine klare Fehlermeldung – in fünfzehn Zeilen.
awk – Spalten herausziehen und Summen bilden, direkt im Terminal
Wie viele Bytes hat mein Server heute ausgeliefert? Welche IP taucht am häufigsten im Log auf? Für solche Fragen muss man keine Datei herunterladen und in Excel öffnen – awk beantwortet sie in einer Zeile.
UNION vs. UNION ALL – zwei Abfragen zusammenlegen, ohne Zeilen zu verlieren
UNION entfernt Duplikate. Das klingt hilfreich, kostet aber eine komplette Sortierung – und wirft dir stillschweigend echte Zeilen weg, die zufällig identisch aussehen. UNION ALL ist fast immer die richtige Wahl.
CREATE VIEW – die Abfrage, die du nur einmal schreibst
Wenn dieselbe 15-zeilige Abfrage an vier Stellen im Code steht, ändert man sie irgendwann an dreien. Eine View gibt ihr einen Namen – danach steht sie nur noch an einer Stelle.
Keyset-Pagination – warum LIMIT ... OFFSET auf Seite 500 kriecht
OFFSET 10000 heißt für die Datenbank: zehntausend Zeilen lesen und wegwerfen. Und wenn zwischendurch jemand etwas einfügt, sieht der Nutzer beim Blättern denselben Eintrag zweimal. Beides löst dieselbe Umstellung.
Volltextsuche in SQLite mit FTS5 – schneller und besser als LIKE '%wort%
LIKE '%suchwort%' kann keinen Index nutzen und liest bei jeder Suche die ganze Tabelle. FTS5 ist in SQLite eingebaut, findet auch Wortanfänge und sortiert die Treffer nach Relevanz – ohne Elasticsearch daneben.
JSON in SQLite abfragen – json_extract und der ->>-Operator
Ein JSON-Feld in der Datenbank ist bequem, bis man danach filtern will. SQLite kann direkt hineinschauen – und mit einem Index auf dem richtigen Ausdruck ist das sogar schnell.
accent-color – Checkboxen und Regler in deiner Markenfarbe, in einer Zeile
Checkboxen und Radiobuttons waren jahrelang der Grund, warum Leute sie mit appearance: none nachgebaut haben – und dabei die Tastaturbedienung verloren. Eine einzige CSS-Eigenschaft macht das überflüssig.
Verschachteltes CSS – ganz ohne Sass, direkt im Browser
Das Feature, für das die meisten Leute überhaupt erst einen CSS-Präprozessor eingerichtet haben, kann der Browser inzwischen selbst. Kein Build-Schritt, keine Abhängigkeit – nur ein paar Regeln, die man kennen sollte.
Text nach drei Zeilen abschneiden – line-clamp statt JavaScript
Kartenlisten sehen nur dann ordentlich aus, wenn alle Vorschautexte gleich hoch sind. Das serverseitig auf 120 Zeichen zu kürzen geht schief, sobald die Karte schmaler wird – CSS kann das seit Jahren selbst.
:focus-visible – der Fokusrahmen, den nur Tastaturnutzer sehen
outline: none ist der meistkopierte und schädlichste CSS-Schnipsel überhaupt: Danach kann niemand mehr per Tastatur navigieren. :focus-visible löst genau das Problem, das man damit lösen wollte – ohne den Schaden.